Galapagos-Riesenschildkröte – Chelonoidis nigra

Die Galapagos-Riesenschildkröte bewohnt das Galapagos-Archipel, eine Inselgruppe im Pazifischen Ozean.

Es gibt folgende Unterarten

  • Wolf-Riesenschildkröte (C. nigra becki)
  • San-Cristóbal-Riesenschildkröte (C. nigra chathamensis)
  • Santiago-Riesenschildkröte (C. nigra darwini)
  • Pinzón-Riesenschildkröte (C. nigra ephippium)
  • Sierra-Negra-Riesenschildkröte (C. nigra guntheri)
  • Española-Riesenschildkröte (C. nigra hoodensis)
  • Darwin-Riesenschildkröte (C. nigra microphyes)
  • Santa-Cruz-Riesenschildkröte (C. nigra porteri)
  • Alcedo-Riesenschildkröte (C. nigra vandenburghi)
  • Cerro-Azul-Riesenschildkröte (C. nigra vicina)

Von der Pinta-Riesenschildkröte lebte lange Zeit nur noch ein einziges Tier: Lonesome George. Leider starb er am 24.06.2012 und damit die gesamte Unterart.
Adulte Tiere halten sich bevorzugt in den Zonen mit üppiger Vegetation auf. Die Weibchen wandern jedoch zur Eiablage in die wärmeren Küstengebiete, in denen auch die Jungtiere aufwachsen.

Ausgestorbene Unterarten:

  • Pinta-Riesenschildkröte (C. nigra abingdonii) [Am 24. Juni 2012 mit dem Tod von Lonesome George ausgestorben]
  • nigra; war auf Santa Maria (Floreana) beheimatet
  • phantastica; war auf Fernandina beheimatet
  • (unbenannt); war auf Santa Fé beheimatet

Ernährung

Die Tiere im Laufe der Evolution aufgrund ihrer Ernährungsweise verschieden geformte Panzer entwickelt. Unterarten, die sich überwiegend von Bodenbewuchs ernähren, weisen einen kuppelförmigen Panzer auf. Unterarten, die sich überwiegend von Büschen ernähren, haben einen sattelförmigen Panzer, der größere Halsbewegungen und damit das Abfressen von Futter in größerer Höhe erlaubt.

Körpergröße & maximales Alter

Als Maximalgrößen für rezente frei lebende Unterarten auf Galapagos werden 80 cm Panzerlänge für Weibchen und 95 cm für Männchen angegeben. Im Gefangenschaft gehaltene Tiere erreichten Panzerlängen von 134 cm und 290 kg. Galápagos-Riesenschildkröten werden oftmals sehr alt. Harriet beispielsweise starb im Juni 2006 im Alter von vermutlich 176 Jahren.

Gefährdung

Nach der Entdeckung der Galápagos-Inselgruppe wurden die Riesenschildkröten-Bestände sehr stark dezimiert und vier der 15 bekannten Unterarten wurden ausgerottet. In den letzten zwei Jahrhunderten wurden vermutlich 100.000 bis 200.000 Tiere abgeschlachtet. Der Bestand wird heute auf insgesamt 12.000 bis 15.000 Tiere geschätzt.

Die Galapagos-Riesenschildkröte ist in Anhang A des Washingtoner Artenschutzabkommens gelistet, der höchsten Schutzstufe. Auf den Inseln selber wird seit 1960 ein Artenschutzprojekt betrieben, die Charles Darwin Research Station, die inzwischen über 2500 Jungtiere nachgezogen und wieder ausgewildert hat. Darüber hinaus sorgt die Station für die Eindämmung von Neophyten und Neozoen, die die größte Bedrohung der Artenvielfalt auf Galapagos darstellen. Für die Riesenschildkröten stellen vor allem Schweine, Ziegen, Katzen und Ratten eine Bedrohung dar, denen Gelege und Jungtiere zum Opfer fallen. Aber auch eingeschleppte Pflanzen, die einheimische Pflanzen verdrängen und somit die Nahrungsgrundlage zerstören.

Foto: © www.bitis.de - Fotolia.com

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