Kleine schwarze Fliegen in der Wohnung?

Wohl fast jeder hatte sie schon in der Wohnung: Kleine schwarze Fliegen und man weiß nicht was sie genau sind und wo sie herkommen! Sind es Obstfliegen? Nein - es sind Trauermücken. Sie leben an Pflanzen und vermehren & entwickeln sich vorzugsweise in Blumentöpfen oder in der Erde im Schildkröten-Terrarium.

Lästig für Menschen & gefährlich für Pflanzen

Kleine schwarze Fliegen auf dem Fensterbrett

Oft sieht man viele tote kleine schwarzen Fliegen auf Fensterbänken oder auf dem Boden herumliegen und sieht kleine Exemplare in der Nähe von Pflanzen oder am Fenster herumfliegen.

Das größte Problem aber sind sie für Pflanzen, da die Weibchen ca. 200 Eier in die Blumenerde legen und deren Larven sich vorzugsweise von den Wurzeln der Pflanzen ernähren.

Keine natürlichen Feinde in der Wohnung

Da sie in der Wohnung keine natürlichen Feinde haben, vermehren sie sich oft so stark, dass sie zur Plage werden und die Pflanzen früher oder später verkümmern und absterben werden.

Im Freiland sind die Fliegen kein Problem, da sie sich ins Nahrungsgefüge einfügen und sich so nicht übernatürlich stark vermehren können. Blumentöpfe dagegen sind ein Paradies für die Plagegeister, da sie hier immer genug zu Fressen und keine natürlichen Feinde haben.

Häufig gestellte Fragen über kleine schwarze Fliegen

Woher kommen die kleinen schwarzen Fliegen?

Die Fliegen kommen durch offene Fenster oder Türen (auch Balkon- und Terrassentüren) unbemerkt hinein und nisten sich in der Blumenerde von Pflanzen ein, wo sie sich teilweise sehr schnell vermehren.

Wie wird man die kleinen schwarzen Fliegen los?

Nachhaltig los bekommt man diese Fliegen nur mit Nematoden im Gießwasser der Pflanzen, welche die Larven der Fliegen in der Erde bekämpfen. Gleichzeitig kommen Gelbsticker zum Einsatz. Ausschließlich Gelbsticker entfernen die Fliegen nicht.

Was genau sind diese kleinen schwarzen Fliegen?

Viele Menschen verwechseln die schwarzen kleinen Fliegen mit Obstfliegen. Das ist falsch - es handelt sich hierbei um Trauermücken, die die Wurzeln der Pflanzen im Haus bzw. in der Wohnung schädigen.

Woher kommen die vielen kleinen Fliegen?

Trauermücken gibt es überall in der Natur. Da sie dort natürliche Feinde im Bode haben, vermehren sie sich jedoch nicht so massenhaft wie im Haus oder in der Wohnung. Sie kommen durch offene Fenster oder Türen in die Wohnung.

Was hilft gegen die kleinen Fliegen in der Blumenerde?

Es hilft hier nur ein Mittel, das gleichzeitig die schwarzen Fliegen bekämpft und auch deren Larven in der Erde. Hier kommt eine Kombination aus Nematoden und Gelbstickern zum Einsatz. Es müssen zwingend die Fliegen (die Elterntiere) und die Larven in der Erde gleichzeitig bekämpft werden.

Sind Trauermücken für die Pflanzen gefährlich?

Leider ja. Weibliche Trauermücken legen jeweils etwa 200 Eier in der Blumenerde von Pflanzen ab. Aus den Eiern schlüpfen Larven, welche sich vorzugsweise von den Wurzeln der Pflanzen ernähren. Bei dauerhaftem Befall stirbt eine befallene Pflanze ab, wenn man nicht gegen die Trauermücken vorgeht.

Wie bekommt man die Fliegen wieder los?

Da ich aus Erfahrung spreche und schon viele verschiedene Mittel ausprobiert habe, die nur auf den ersten Blick geholfen haben, kann ich jedem nur Steinernema-feltiae-Nematoden (kurz SF-Nematoden) in Kombination mit Gelbstickern empfehlen (bestellbar unter Nemagro® Kombipack – SF Nematoden + Gelbtafeln).

Trauermücke in der Vergrößerung

Nematoden sind winzige, nur etwa 1 mm große Fadenwürmer, die mit dem Gießwasser bei Pflanzen oder im Terrarium gegossen werden und aktiv nach den Trauermücken-Larven suchen und diese auffressen. Die Nematoden werden also durch Gießen auf die Erde eingesetzt und gleichzeitig steckt man die Gelbsticker einfach in die Erde. Die ausgewachsenen Trauermücken bleiben dann zum Großteil an den Gelbstickern kleben und die Larven der Trauermücke werden gleichzeitig am Boden bekämpft. So ist der Spuk innerhalb weniger Tage vorbei.

Alle Pflanzen behandeln

Wichtig ist, dass man alle in der Wohnung vorhandenen Pflanzen damit gießt, da sich die Trauermücken nur selten auf einen Topf beschränken. Und wer ein Terrarium mit Erde hat, sollte dies selbstverständlich auch mit gießen. Nematoden stellen für Schildkröten keine Gefahr dar. Nach dem Absterben der Larven sterben auch die Nematoden.

Gelbtafeln alleine sind nicht ausreichend, da nie alle Fliegen daran gehen und die Überlebenden sich auf der Erde weiterhin verpaaren und immer wieder Eier in die Erde ablegen.

Wenn dir das weitergeholfen hat, würde ich mich sehr über eine Bewertung freuen.

Nähere Informationen erhält man unter www.trauermücken.com