EU-Bescheinigung, Fotodokumentation (vormals CITES)


Europäische Landschildkröten (Testudo, d.h. Griechische, Maurische und Breitrandschildkröten) fallen seit 1976 unter das Washingtoner Artenschutzübereinkommen. Dieses regelt den Handel von geschützten, d.h. gefährdeten/bedrohten Arten. Den Schutzgrad unterteilt man in vier Anhänge (A bis D). Die Europäischen Landschildkröten gehören dem Schutzstatus A an.

Meldepflicht

Es besteht also eine Meldepflicht: Jeder Zu- und Abgang von Europäischen Landschildkröten muss der zuständigen Behörde unverzüglich schriftlich gemeldet werden. Für den Verkauf von Nachzuchten erhält ein Züchter seit 1998 die gelbe EU-Bescheinigung (früher Cites). Diese muss dem Käufer inklusive einer Fotodokumentation des Tieres ausgehändigt werden.

Für Anhang B-Arten (z.B. Testudo horsfieldii) gilt:
Gemäß Artikel 8 Absatz 5 der Verordnung (EG) Nr. 338/97 muss der zuständigen Behörde nachgewiesen werden können, dass die Tiere gemäß den Rechtsvorschriften erworben oder gezüchtet worden sind. Als Nachweise werden Einfuhrdokumente, Kaufverträge, Rechnungen, Zuchtbescheinigungen oder sonstige Belege anerkannt.

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