Dolomitkalk für Schildkröten-Gehege

Dolomitkalk 10 kg Beutel

dolomitkalk 60 % CaCO3 Calciumcarbonat
30 % MgCO3 Magnesiumcarbonat
• Naturkalk mit den Hauptnährstoffen Calcium und Magnesium
• Er sorgt für eine nachhaltige Krümelung des Bodens und für sattgrüne Pflanzen und Rasenflächen
• Beugt der Moosbildung im Rasen vor

Der natürliche Lebensraum von Landschildkröten besteht aus einem sehr kalkhaltigen, steinigen und teilweise sandigen Boden. Um das nachzustellen, kann eine Schicht Sand und Dolomitkalk (ebenfalls geeignet: Algenkalk, Kreidekalk, Nordweiss-Perle) eingebracht werden. Dolomit hat einer sehr hohen Calciumcarbonat-Anteil und ist ein reines Naturprodukt. Aber auch Muschelgrit kann (und sollte meiner Meinung nach) zusätzlich im Gehege verstreut werden. Die Schildkröten haben dadurch neben den Sepiaschalen eine weitere, natürliche Kalziumquelle und auch die Optik des Geheges wird dadurch mediterraner.

Im BayWa Agrarmarkt (früher Raiffeisen) gibt es zum Beispiel dieses Muschelgrit, Muschelbruch unter dem Namen Muschelschalenschrot in 25 kg Packungen (ca. 7,50 Euro). Davon kann man gut 50-100 kg auf 50 qm Freigehege verteilen.
Wenn BayWa keines mehr hat, kann man es auch bei ebay ersteigern. Zusätzlich mit Sand ergibt auch dies einen kargeren und kalkhaltigeren Boden, der die Artenzusammensetzung und die Inhaltsstoffe der Futterpflanzen verbessert.
sepia
Bild: Sepia auf Muschelschalenschrot

Als “Kalk” wird bezeichnet:
1. Calciumcarbonat (Kohlensaurer Kalk, Marmor, Kalkstein und Dolomit) -> geeignet!
2. Calciumoxid (gebrannter Kalk, Branntkalk, ungelöschter Kalk oder Ätzkalk) -> ungeeignet!
3. Calciumhydroxid (Kalziumhydroxid, gelöschter Kalk, Kalkhydrat, Portlandit) -> ungeeignet

Calciumcarbonat kommt in Knochen, Zähnen und im Außenskelett der Krebstiere, Eierschalen, Korallen, Muscheln und Schneckenhäusern vor und ist ein sehr wichtiger Bestandteil für Schildkröten.

Taubengrit oder Geflügelgrit darf nur verwendet werden, wenn es aus gestoßenen Muschelschalen besteht.
Kleine Steine (Quarze) sind können bei Schildkröten im Magen hängenbleiben.

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4 Kommentare »

  1. Sarah schrieb,

    April 28, 2009 @ 11:33

    Hallo,

    ich wollte gestern bei einem BayWa Agrarmarkt das Muschelgrit kaufen. Dort sagte man mir, dass sie das nicht mehr führen würden. Habe das jetzt bei eBay zum Sofortkaufpreis ersteigert. Ist sogar vergleichbar bzw. günstiger je nach Menge.

    Der günstigste Anbieter für Dolomitkalk ist im Moment Gartentechnik24-Online.de. Hier muss man nur einmalig 3.99€ Versand zahlen ohne zusätzliche Sonderportokosten.

    Viele Grüße
    Sarah

  2. Britta schrieb,

    Juli 6, 2009 @ 10:58

    Hallo,

    ist dieser Futterkalk auch geeignet? http://cgi.ebay.de/5-kg-Futterkalk-fuer-Pferd-Hund-Huhn-Reptilien_W0QQitemZ360116669495QQcmdZViewItemQQptZde_haus_garten_tierbedarf_v%C3%B6gel?hash=item53d8a04c37&_trksid=p3286.c0.m14&_trkparms=65%3A12%7C66%3A2%7C39%3A1%7C72%3A1229%7C240%3A1318%7C301%3A1%7C293%3A1%7C294%3A50

    Hiervon habe ich nämlich noch reichlich übrig. ;-)

    LG
    Britta

  3. Edith Riethmüller schrieb,

    Juli 6, 2009 @ 12:12

    Hallo

    Da wir gerade im Bau eines Neuen Schildkrötengeheges
    sind, es sind ca. 15 qm, möchte ich doch alles richtig machen. Nun meine Frage: Wieviel Muschelschaltenschrot, bzw. Dolomitkalk soll in das Gehege eingebracht werden. Ich habe gelesen, daß die Schildkröten nur soviel fressen, wie ihr Bedarf ist.

    —Antwort—
    Hallo Edith,
    für die Grundausstattung des Bodens solltest du auf etwa 50% der Fläche den Rasen entfernen und diesen mit Substrat füllen. Am besten sucht man sich dafür einen Baustoffhandel - ich habe letztes Jahr etwa 1 Tonne Kies/Sand Gemisch (0-16mm) auf einen Teil meines 55qm Geheges verteilt.

    Wenn es dir um die Kalkversorgung geht, ist Sepiaschale ausreichend. Meine Schildkröten z.B. fressen den Muschelschalenschrot (der relativ teuer ist) nicht. Der Dolomitkalk verbessert den Kalkgehalt im Gehege insgesamt. Zuviel Muschelschalen kannst du jedenfalls kaum im Gehege verteilen. 40kg werden auf den 15qm in wenigen Wochen fast nicht mehr auffallen. Und überfressen werden Sie sich daran so oder so nicht.

    Gruß
    Florian

  4. Achim schrieb,

    Mai 3, 2010 @ 09:49

    Hallo Florian,

    Habe sehr viel über Bodengrund im Freigehege gelesen.
    Bin etwas ratlos. Soll ich grobes Kiesgemisch nehmen oder nur die Gartenerde drinn lassen. Es gab viele Meinungen das Kies wegen der Gefahr das die SK die Steine schlucken zu gefährlich sei. Wie sind Deine Erfahrungen.

    LG

    —Antwort—
    Hallo Achim,
    der Boden im Freigehege ist mit einem 0-16 mm Kies/Sandgemisch gut aufzuwerten. Am besten große Teile der Grasfläche entfernen und darauf das Gemisch streuen. Damit kommt man dem natürlichen Lebensraum ein Stück näher und der Boden trocknet schneller ab.

    Steine werden nur geschluckt wenn ein Kalziummangel vorliegt oder die Schildkröten Parasiten haben. Das kann man aber verhindern: http://www.landschildkroeten.de/frisst-kieselsteine/

    Meine Tiere haben noch nie Kieselsteine gefressen.

    Gruß
    Florian

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