Vierzehenschildkröten Testudo horsfieldii
23.03.2008
Die Vierzehenschildkröte, auch Russische Landschildkröte bzw. Steppenschildkröte genannt (Testudo horsfieldii oder auch Agrionemys horsfieldii ) ist an dem ovalen bis kreisrunden Rückenpanzer zu erkennen, der insgesamt deutlich flacher ist als bei den anderen Europäischen Landschildkröten. Der Schwanzschild ist immer ungeteilt und an den kräftigen Vorderbeinen befinden sich, wieder im Gegensatz zu den anderen Testudo-Arten, grundsätzlich nur vier Zehen, mit sehr kräftigen Krallen. Diese Art erreicht eine Größe von bis zu 25 cm (Weibchen) und ein Gewicht von bis zu 2 Kilogramm.
Testudo horsfieldii bewohnt wüsten- und steppenartige Lebensräume mit spärlichem Pflanzenbewuchs. Sie kommen überwiegend in mittelasiatischen Hügelformationen vor.

Anschaffung & Schutzstatus
Testudo horsfieldii gehört zu Anhang B der EG-Artenschutzverordnung. Sie gehört somit zu den besonders geschützten Arten und sind meldepflichtig. Eine Cites-Bescheinigung gibt es allerdings nicht. Die Herkunft der Tiere ist aber bei der zuständigen Naturschutzbehörde anzugeben. Dafür erforderlich sind Kaufvertrag, Abgabevertrag, Zuchtbescheinigung oder ähnliches.
Kaufen Sie keinesfalls illegal Tiere, das ist strafbar. Hier finden Sie verantwortungsvolle Testudo horsfieldii Züchter.
Haltung
Auch für diese Schildkrötenart gilt: Eine ausschließliche Terrarienhaltung ist nicht artgerecht. Sie sollte einen dauerhaften Aufenthalt im Freigehege mit Frühbeet genießen dürfen. Wichtig ist bei Testudo horsfieldii, dass die Umrandung des Geheges in den Boden ragt, da diese Art besonders gerne und gut graben kann. Wer auf Nummer sicher gehen will, sorgt daher bei der Umrandung für einen Unterkriechschutz bis zu einer Tiefe von 30 cm. Ansonsten unterscheidet sich die Freilandhaltung nicht von Testudo hermanni.

Fütterung
Bei der Auswahl ihrer Futterpflanzen sind die Tiere nicht besonders wählerisch. Es gibt kaum Wildkräuter, die von ihnen verschmäht werden. Natürlich muss auch täglich frisches Wasser aus einer flachen Schale zur Verfügung stehen. Als Zusatzfutter eignet sich Agrobs.
Winterruhe
Die otpimale Überwinterungstemperatur von Testudo horsfieldii beträgt 2 - 5 Grad. Die Tiere überwintern etwa 4 - 5 Monate in nicht staubtrockener Gartenerde oder Maulwurfserde aber das Substrat sollte deutlich trockener sein als bei Testudo hermanni. Auch diese Art hiberniert am besten in einem separaten Kühlschrank im Keller. Ein sinvolles Extra bei der Überwinterung ist der UT100!
Eine Einwinterung findet nur bei gesunden Tieren statt. Einige Wochen vor der Winterstarre sollte eine Kotprobe auf Parasiten untersucht werden.
Sommerruhe
Die Sommerruhe ist eine Besonderheit von Testudo horsfieldii! Auf diese Weise überbrücken die Tiere in ihren Heimatbiotopen die heiße und somit nahrungsarme Jahreszeit. In freier Natur geht diese Sommerruhe oft direkt in die Winterruhe über. Bei unserer Haltung ist eine so lange Ruhezeit nicht zu empfehlen. Wenn Sie im Sommer wochenlang vergraben sind, sollte man sie ausgraben und ihnen zeigen dass eine Sommerruhe hier nicht notwendig ist. Am besten durch ein Angebot von frischem Grünfutter.
In ihrem natürlichen Habitat graben sie tiefe, bis zu einige Meter lange Wohnhöhlen.
Es gibt 4 Unterarten:
- Agrionemys horsfieldii baluchiorum (Baluchische Vierzehenschildkröte): Vorkommen in Baluchistan
- Testudo horsfieldii horsfieldii (Afghanische Vierzehenschildkröte): Armenien, Azerbaijan, Kyrgyzstan, Tajikistan, Iran, Afghanistan, Pakistan bis ins westliche Xingiang, China
- Testudo horsfieldii kazachstanica (Kasachische Vierzehenschildkröte): Kasachstan, Uzbekistan und Turkmenistan
- Testudo horsfieldii rustamovi (Turkmenische Vierzehenschildkröte): Kopet-Dag im Südwesten Turkmenistans


Froesch Peter schrieb,
Juli 26, 2009 @ 16:44
Also dieser Hinweis “Natürlich muss auch täglich frisches Wasser…” muss eine allgemeine Krankheit der Tierpfleger sein die damit zeigen wollen, wie sorgsam sie ihre Tiere pflegen. KEIN Tier liebt frisches Wasser, und die horsfieldii trinkt, jedenfalls bei mir, nur selten. Da wo diese Tiere vorkommen dürfte das täglich frische Wasser ein Wunschtraum sein.
—Antwort—
Hallo Peter,
schön mal wieder von dir zu lesen. Wie geht es deinen Cuoras? Ich hatte bei denen gestern erst Nachwuchs :-)
Ich wechsle auch nicht täglich das Wasser aus aber da meine boettgeris das Wasserbecken gerne als Toilette benutzen, wird es regemäßig erneuert. Zur Verfügung stehen sollte Wasser aber dennoch täglich, ich denke da stimmst du mir zu.
Weiteres: Trinken Landschildkröten?
Gruß
Florian
Jette schrieb,
Juli 31, 2009 @ 13:08
Zum Kommentar von Peter:
Ich habe meine Steppenschildkröte draußen noch nie trinken sehen - und wenn es noch so heiß war. Wenn er Wasser, egal ob in einer Schale oder als Pfütze, auf dem Freigelände sieht, legt er sofort einen “Rückwärtsgang” ein.
So bleibt doch nichts anderes übrig, als die Wasserzufuhr bei (diesen) Steppenschildkröten über wasserreichere Blätter/Stengel o.ä. zu regeln?
Herzliche Grüße, Jette
—Antwort—
Hallo Jette,
Steppenschildkröten leben in Gebieten mit sehr heißen, trockenen Sommern und unglaublich kalten Wintern und sind somit ganz extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Demensprechend haben sie einen sehr guten Wasserhaushalt und trinken (wenn überhaupt), nur sehr wenig. Deshalb hast du recht mit dem wasserhaltigerem Futter. Ab und zu kann auch Gurke angeboten werden, die besteht ja fast nur aus Wasser.
Gruß
Florian
Daniel schrieb,
Dezember 6, 2009 @ 19:13
Hallo!Habe meine Citizen falsch gelesen;).Ich habe eine Testudo horsfieldii mit ca.1,5 Jahren.Wie soll ich sie am besten im Terrarium halten?Ich habe ein sehr grosses Terrarium.Soll ich ihr hohen Grund aufschütten damit sie graben kann?Welche Bodenmischung wäre für sie das beste?Soll ich sie wirklich im Kühlschrank überwintern lassen?Wenn sie sich nicht von selbst hinlegt,soll ich sie dann einfach in den Kühlschrank stellen?lg Daniel
—Antwort—
Hallo,
einfach in den Kühlschrank stellen? Warum hast du dich nicht vor der Anschaffung informiert?
Bestelle dir bitte mal ein ordentliches Schildkrötenbuch und informiere dich im Internet genau über deine Schildkrötenart Testudo horsfieldii.
Ich werde dir hier jetzt ganz bestimmt keine Haltungsanleitung geben…sorry für die deutlichen Worte aber jeden Tag mitzubekommen dass die Leute sich nicht vorher informieren regt mich langsam echt auf.
Gruß
Florian
Melanie schrieb,
Dezember 28, 2009 @ 11:20
Hallöchen!
Ich habe auch eine Vierzehenschildkröte, die gerade brav im Kühschrank schläft.
Ich habe sie in der Übergangszeit drinnen in einem Terrarium mit Schiebetür, wo sich meiner Merinung nach die Wärme aber sehr staut und auch die Luftfeuchtigkeit immer hoch ist.
Jetzt möchte ich mir etwas neues zulegen, meine Frage: lieber ein Aquarium, also rundherum Glas und dann drei Seiten mit solchen Rückwänden abkleben (Sichtschutz), oder eine Terrarium aus diesen Holzplatten, wo nur vorne eine Glasfront ist und die auch oben geöffnet sind.
Bin da sehr unschlüssig, weil ich mir denke, das mit diesen Holzplatten die Schimmelgefahr relativ hoch ist, andererseits bei reinem Glas wieder eine Frage der Temperturhaltung.
Liebe Grüßle,
Melanie
—Antwort—
Hallo Melanie,
ein oben geschlossenes Terrarium ist für alle Landschildkröten nicht geeignet und am wenigsten für eine horsfieldii.
Ich würde zu einem Terrarium aus Holz tendieren. Die Übergangszeit in einem Terrarium würde ich auf alle Fälle (wenn überhaupt) nur aufs Frühjahr verschieben. Die Schildkröte im Freigehege auf die Winterstarre vorzubereiten ist sehr viel einfacher als in einem Übergangsterrarium.
Eine Schimmelgefahr sehe ich kaum denn da wo die Erde ist, sollte das Holz ja sowieso mit Teichfolie oder ähnlichem bezogen werden. Und in der Umgebung sollte es nicht so feucht sein, dass Holz schimmeln könnte.
Gruß
Florian
Melanie schrieb,
Dezember 29, 2009 @ 14:24
Hallo Florian,
Danke für Deinen Rat.
In meinem jetzigen terrarium hab ich immer wieder ein Schimmelproblem, weil die Feuchtigkeit immer recht hoch ist, die Erde, ich nehme Floraton3 zusammen mit Kokosfaserhumus als Oberschicht, schwitzt immer total aus und dann hab ich als Unterschlupf eine Holzbrücke mit Heu und das fängt relativ schnell an zu schimmeln. Ich lasse den Humus schon extra lange vorher erst austrocknen, ehe ich es rein tue, aber trotzdem immer sehr feucht, was aber bestimmt auch damit zu tun hat, das das terrrarium geschlossen ist.
Noch eine Frage zum Holzterrarium: die gibt es ja fertig auch im Schildkrötenshop.de, da sind die aber nur 40 cm hoch, was mir ein bissl niedrig erscheint, meine Schildi buttelt so gerne, also wenigstens 12 cm muß ich schon einschichten, dann reckt und streckt sie sich gerne und dann noch die Lampen, kommen mir 40 cm eher niedrig vor?
Liebe Grüßle,
Melanie
—Antwort—
Hallo Melanie,
das Problem liegt sicher am geschlossenen Terrarium.
40 cm ist für Terrarien eine normale Höhe und sollte ausreichen. Auf dem Sonnenplatz sollten es ja 40°C Grad sein und dafür müssen die Lampen recht niedrig hängen.
Gruß
Florian
Jenny schrieb,
Januar 18, 2010 @ 11:31
Hallo!
Wir haben uns nach vielen Überlegungen eine horsfieldii am 12.1.10 zugelegt!
Dies haben wir deshalb getan weil wir diesem Tier noch den Winterschlaf ermöglichen wollten, den es in der Zoohandlung nicht bekommt.
Nun haben wir sie schon eit einigen Tagen und sie vergräbt sich nur noch. Ict das ein Zeichen ,dass sie schlafen möchte oder total normal? (Sie schläft noch nich–> wir hören sie noch graben!)
Wir bräuchten ganz dringend Rat um das Richtige zu tun.
LG Jenny
—Antwort—
Hallo Jenny,
aber du weißt schon, dass da jetzt mindestens eine neue Schildkröte in der Zoohandlung sitzt? Mitleidskäufe bringen nichts und ich würde immer empfehlen, Schildkröten nur bei einem Züchter zu kaufen.
Meiner Meinung nach ist es jetzt zu spät für eine anständige Winterstarre. Jetzt noch etwa 4 Wochen Vorbereitungszeit, dann ist es ja schon Mitte Februar. Lange starren kann sie da nicht mehr.
Daher empfehle ich eine Beleuchtung mit einer Sonnenplatztemperatur von 35-40° Grad, bis sie Ende März ins hoffentlich vorhandene Freigehege kommt. Und bezüglich der richtigen Lampen bitte nicht wieder im Zoohandel beraten lassen sondern erst hier nachlesen: Beleuchtung
Und die Schildkröte nicht ausgraben sondern in Ruhe lassen. Sie muss sich erst eingewöhnen…
Gruß
Florian
Jenny schrieb,
Januar 18, 2010 @ 18:25
Hy Florian,
ja bei nem Züchter hätten wir sie ja gern gekauft, aber leider gibt es in unserer Region keine eingetragenen Züchter.
Noch eine Frage zum Schluss: muss ich jetzt noch irgendwas tun zwecks Behörden? ich habe gelesen das man schildis melden muss.
und was ist besser:
- Cocoshumus oder Sand?
Wir haben zZ Cocos drinnen und die scheiben laufen verdammt schnell an. Da wollen wir doch gern noch etwas dran ändern.
lg jenny
—Antwort—
Hallo Jenny,
diese Art muss zwar nicht angemeldet werden aber die Zoohandlung wäre verpflichtet gewesen, dir einen ordentlichen Herkunftsnachweis auszustellen, aus dem genau hervorgeht, wo das Tier herstammt und wo es gezüchtet wurde. Das wird benötigt um die legale Herkunft der Schildkröte gegenüber der Artenschutzbehörde nachweisen zu können.
Ich empfehle dir die Anschaffung eines guten Buches wie z.B. “Fester Panzer - weiches Herz“. Beide Substrate allein sind nicht sehr geeignet. Am besten ist lehmige Gartenerde mit Sand vermischt oder, wenn nicht vorhanden, ungedüngte Bioerde mit Sand vermischt. Achte darauf, das Substrat ziemlich trocken zu halten. T. horsfieldii verträgt keine Feuchtigkeit. So nass dass Scheiben anlaufen darf es auf keinen Fall sein.
Gruß
Florian
Jenny schrieb,
Januar 19, 2010 @ 10:25
Alles klar!
Vielen Dank und ist ne tolle Seite!! Respekt!!!!
elvira bachmann schrieb,
Februar 4, 2010 @ 15:15
super seite habe seit einem jahr ein schildi baby, frage ab wann und wie erkenne ich das geschlecht
—Antwort—
Hallo,
das ist abhängig von der Wachstumsgeschwindigkeit. Kann einige Jahre dauern um es sicher sagen zu können.
Gruß
Florian
Melanie schrieb,
März 13, 2010 @ 11:57
Hallo Florian!
Nach Deiner Empfehlung Ende Dezember habe ich meiner Schili nun ein Holzterrarium gekauft, es ist 140×55x40 cm groß und ich habe auch die Bright Sun UV Dessert Lampe darin. Ich habe sie über eine Klemme am Rahmen festgemacht, habe aber jetzt das Problem, dass ich auf dem Sonnenplatz nur gute 31 Grad erreiche und sehe im Moment auch keine Möglichkeit, die Lampe noch tiefer zu hängen. Kann es mit dem Alter der Lampe zusammen hängen? Da ich sie ja eh nur im Frühjahr zum Übergang brauche, habe ich sie erstmal gebraucht gekauft und sie ist ein halbes Jahr gelaufen…das sollte doch eigendlich die Wärmekraft nicht so beeinflussen?
Wenn es eine Möglichkeit gibt, würde ich dir auch ein Foto mailen.
Liebe Grüßle,
Melanie
—Antwort—
Hallo Melanie,
das ist in der Tat noch etwas zu kühl. Das Alter der Lampe sollte die Wärme eigentlich nicht beeinflussen… du musst versuchen sie so tief zu hängen, dass zumindest 35 Grad erreicht werden. Oder eine Wärmelampe dazuschalten.
Gruß
Florian
Lisa schrieb,
April 13, 2010 @ 20:56
Hallo,
ich habe drei Fragen:
1) unterscheiden sich die Unterarten der Vierzehenschildkröte irgendwie, außer durch ihre unterschiedlichen Verbreitungsgebiete?
2)Ich habe mein altes Freigehege komplett mit Draht “unterlegt” (ich habe den Boden ungefähr einen halben Meter abgetragen und dann Draht reingelegt und den Boden wieder draufgeschüttet), jetzt plane ich ein neues Gehege und habe hier gelesen dass ich darauf achten soll dass die ” Umrandung des Geheges mind. 10 cm in den Boden ragt”, reicht das also oder sollte ich lieber wieder den ganzen Auslauf irgendwie von unten absichern?
3) Ist Akelei giftig? ich habe dazu unterschiedliche Angaben gefunden.
Viele Grüße, Lisa
—Antwort—
Hallo Lisa,
1) Horsfieldii-Experten können wohl anhand der Babyzeichnung, der Umrandung der Rippenschilde und der Höhe des Panzers gewisse Unterschiede erkennen. Ich gehöre aber nicht dazu :)
2) Wenn du wirklich auf Nummer sicher gehen willst, sollte sogar an der Umrandung ein Unterkriechschutz bis in etwa 30cm Tiefe vorhanden sein. Eine komplette Absicherung des Geheges von unten halte ich (dann) für unnötig.
3) Nein, Akelei habe ich unter den Futterpflanzen aufgeführt: http://www.landschildkroeten.de/ernaehrung-futterpflanzen/akelei/
Gruß
Florian
Christian schrieb,
April 25, 2010 @ 21:28
wir haben uns jetz eine horsfieldii zugelegt, aber bisher hab ich noch nichts über deren höchstalter gefunden?
kann da jemand weiterhelfen?
danke im vorraus
Annett schrieb,
April 27, 2010 @ 09:47
Hallöchen,
mein Sohn hat vor drei Tagen eine kleine Schildkröte ca 10cm lang gefunden. Er möchte sie gern behalten. Zur Zeit liegt sie nachts in einem Karton mit Heu in seinem Zimmer und Tags hat sie einen kleinen Auslauf im Garten auf der Wiese.Allerdings schläft sie noch sehr viel und hat nur etwas Gurke bekommen, die sie auch gefressen hat.Wer kann mir denn mal ein paar Tips geben oder eine gute Adresse in Dresden und Umgebung? Wir wissen ja auch gar nicht was sie für eine Rasse ist!
—Antwort—
Hallo Annett,
erster Tipp: Der Fund muss bei der örtlichen Behörde gemeldet werden.
Wenn du ein Foto von der Schildkröte machen kannst, sende es wegen der Artbestimmung an florian@landschildkroeten.de
Siehe auch hier: http://www.schildkroeten-online.com/gestohlen_vermisst_gefunden.html
Gruß
Florian
Alex schrieb,
Juli 14, 2010 @ 14:02
Hallo,
heute früh habe ich eine Schildkröte in unserem Garten gefunden. Wir haben den Fund gleich an unser örtliches Rathaus gemeldet, um über das Fundbüro evtl. die Besitzer herauszufinden. Nun möchten wir der Schildkröte den “Urlaub” bei uns natürlich so angenehm als möglich machen. Ich habe sie gemäss den Anweisungen auf dieser Seite erstmal provisorisch in unserem leerstehenden Kaninchenfreigehege untergebracht und ihr sowohl einen Schattenplatz als auch Wasser bereitgestellt. Da wir auf dem Land wohnen und es bei uns viele Marder gibt, müssen wir das Tier nachts in die Garage nehmen. Reicht für den Übergang ein übergrosser Terrakottatopf, der 10-15 cm mit einem Gemisch auch Gartenerde und Sand gefüllt ist für die Nacht aus? Brauch sie nachts auch Wärme (Lampe)? Wie sieht es im Freigehege aus, wenn es regnet? Macht das einer Schildkröte was aus? Sollten sich die Besitzer nicht melden, würden wir das Tier evtl. behalten und ihr dann ein richtiges Freigehege bauen. Wer kann uns über die Rasse und das Alter der Schildkröte weiterhelfen? Danke schonmal für die Beantwortung unserer Fragen. Gruss Alex
—Antwort—
Hallo Alex,
sicher dass es eine Landschildkröte und keine Wasserschildkröte ist?
Wenn ja, ist die Tages- und Nachtunterbringung vorübergehend genau richtig. Die Schildkröte braucht nachts weder Wärme noch Lampe und auch Regen macht ihr nichts aus.
Falls ihr sie behaltet, sollte als Unterschlupf irgendwann ein Frühbeet oder ähnliches zur Verfügung stehen. Darin nachts eingesperrt, ist sie auch vor Mardern geschützt.
Als Futter bitte nur (Un)kräuter anbieten, die auf einer Wiese wachsen. Kein Obst oder ähnliches.
Du kannst mir ein Foto der Schildkröte an florian@landschildkroeten.de schicken.
Gruß
Florian
elli schrieb,
Juli 22, 2010 @ 15:48
hallo
habe mal eine frage betreffend der sommerruhe bei der vierzehenlandschildkröte.
soll man die schildkröte während dieser zeit immer mal wecken und ihr etwas zu fressen anbieten, oder soll man sie wie bei der winterstarre ruhen lassen?
wie lange dauert eine solche sommerruhe?
grüsse
elli
—Antwort—
Hallo Elli,
du kannst sie bei diesen sehr warmen Temperaturen schon mal 6 Wochen komplett in ihrer Sommerruhe belassen. Dann solltest du sie aber langsam wieder wecken und ihr frisches Futter anbieten, damit sie merkt dass sie nicht direkt von der Sommer- in die Winterruhe übergehen muss, wie sie es im natürlichen Habitat manchmal praktiziert ;-)
Gruß
Florian
jürgen breuer schrieb,
Juli 27, 2010 @ 10:19
Hallo,
uns ist im Urlaub in Italien (Ligurien) eine Schildköte zugelaufen.
Nach der Beschreibung könnte es eine Vierzehenschildkröte sein.
Das Tier ist Handzahm. Unser Vermieter will die Schildkröte jetzt einfach aussetzen.
Hat das Tier denn eine Überlebenschance?
Wie sollten wir uns verhalten.
Gruß JÜRGEN BREUER
—Antwort—
Hallo Jürgen,
Ligurien fällt in das Verbreitungsgebiet der Griechischen Landschildkröte, Testudo hermanni hermanni. Wenn das Tier in dieser Gegend “zugelaufen” ist, sollte es auch da belassen werden.
Oder habt ihr sie mit nach Deutschland genommen? Das jedenfalls wäre sehr schlecht - und dann darf sie keinesfalls ausgesetzt werden.
Gruß
Florian
jürgen breuer schrieb,
Juli 27, 2010 @ 18:00
Hallo,
sind noch in Italien und wollen Die Schildkröte auch nicht mit nach Deutschland nehmen.
Aber das Tier lässt sich streicheln ohne sich in ihren Panzer zu verkriechen, scheint mir also zahm zu sein.
Gruß Jürgen
—Antwort—
Ok, das ist gut. “Aussetzen” ist kein Problem, da sie höchstwarscheinlich da lebt. Freilebende Schildkröten sind oft nicht sehr erschrocken Menschen gegenüber. Das hat aber nichts weiter zu bedeuten.
Gruß
Florian
Franzi schrieb,
August 24, 2010 @ 21:15
Hallo,
wir überlegen seit einiger Zeit uns eine Schildkröte zu kaufen. Anfangs sollte es eine Griechische sein, leider haben wir nicht genug Platz. Die benötigen ja ziemlich viel. Ich möchte das Tier aber so gut wies nur geht halten. Nun meine Frage “wie viel Platz” benötigt denn eine russische Vierzehenschildkröte? Ist es möglich sie auf einem Südbalkon zu halten? Wir haben leider keinen eigenen Garten. Der Balkon ist Windgeschützt und Überdacht und es stehen ca. 2-3qm zur verfügung. Hat jemand einen guten Buchtipp speziell über diese Art? Ich möchte gut vorbereitet sein.
Ach so noch etwas, sind zufällig Besucher aus der Schweiz da? Ich wohne in der Schweiz und finde irgendwie keine Züchter…
Danke für eure Bemühung
Lg Franzi
—Antwort—
Hallo Franzi,
eine Griechische oder Vierzehen kannst du nicht auf einem 3 qm Balkon halten. Du hast ja selbst schon erkannt, dass ihr nicht genug Platz habt. Bitte passt die Schildkrötenart eurem Platz an und verzichtet auf die Haltung Europäischer Landschildkröten.
Auf dieser Seite findest du interessante Arten, die sich für Innenhaltung eignen.
Gruß
Florian
Franzi schrieb,
August 25, 2010 @ 17:38
Aha super danke!
Gruss Franzi
Marco B. schrieb,
August 27, 2010 @ 10:21
Hallo Florian,
ich halte meine 3 Prachtstücke (jew. 4 Jahre alt vom Züchter) seit Anschaffung Anfang Juni des Jahres im Freigehege mit Schutzhaus. Aufgrund der Wetterlage der letzten Tage (Dauerregen und Kühle) “schaffen” es Spot und Belüftung im großen Frühbeet allerdings nicht mehr annähernd, das Abtropfen des Wassers an den Innenseiten des Frühbeetes zu verhindern. Der Boden ist - ausserhalb des Spotbereichs bis in die Höhle hinein - m.E. zu feucht. Das Heu in der Höhle fühlt sich - selbst bei täglichem Wechsel - “klamm” an. Ich habe vor, die Schildies übergangsweise in ein großes (150 x 80) Terrarium mit Spot/UV zu holen und auf Wetterbesserung zu hoffen. (Das geplante Gewächshaus kriege ich nicht in 2 -3 Tagen hin..) Meine Frage: Ist es ratsam, die Tiere danach bei Trockenheit wieder rauszusetzen oder dann doch drinlassen, um die Winterruhe ab Ende September ausnahmsweise drinnen im Terrarium vorzubereiten, bevor es in den Kühlschrank geht. (Temperatur im Terrarienzimmer kann nachts durchaus auf < 15° C gesenkt werden.)
Danke für Deine Antwort und herzliche Grüße!
Marco
—Antwort—
Hallo Marco,
ich würde die Schildkröten auf jeden Fall wieder ins Freigehege lassen und nicht im Terrarium auf die Winterstarre vorbereiten. Die Temperaturen im Freien bekommen das sehr viel besser hin.
Wie lange hast du denn vor, die Schildkröten zu überwintern? Ende September halte ich für viel zu früh. Oder habe ich das falsch verstanden? 4-5 Monate wären ja anzustreben, was bei November/Dezember bis Ende März ja schon ausgereizt wäre.
Gruß
Florian
Marco B. schrieb,
August 27, 2010 @ 14:17
Hey Florian, danke für die schnelle Antwort.
Mit Ende September meinte ich den Beginn der Wintervorbereitung im Falle der zeitweisen Terrarienhaltung. Gibt ja so diverse Anleitungen, dass man dann über 6 - 8 Wochen Licht und Temp. “ausschleicht”. Mir ist die Freigehege - Variante eigentlich auch lieber, wel viel natürlicher und unkomplizierter. Werde die Burschen dennoch - jedenfalls für die nächste Woche - vorerst reinholen (Dauerregen angesagt). Vielleicht ist es ja danach schon wieder trockener…
Gruß Marco