Schildkrötenpanzer
10.04.2008
Hier nun das offensichtlichste und beeindruckendste Merkmal von Schildkröten. Ihr Panzer!

Der Schildkrötenpanzer bildet im Tierreich einen einzigartigen Schutzschild. Der Rückenpanzer (Carapax genannt) und der Brustpanzer (Plastron) sind durch eine starre Knorpelbrücke miteinander verbunden. In der untersten Schicht besteht der Panzer aus massiven Knochenplatten, die in der Entwicklungsgeschichte durch eine Verschmelzung von Wirbelsäule, Rippen, Schultergürtel und Beckengürtel entstanden sind. Aber dennoch besteht der Schildkrötenpanzer aus lebendem Material und ist sehr verletzlich als auch schmerzempfindlich und vergleichbar mit dem menschlichen Fingernagel! Deshalb ist ein Bohren von Löchern in den Panzer Tierquälerei!
Wenn Gefahr droht, ziehen sich Landschildkröten wie diese auf Sardinien freilebende Breitrandschildkröte in ihren Panzer zurück und verschließen die Lücke mit ihren kräftig beschuppten Vorderbeinen.
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Die Atmung muss aufgrund dieses starren Knochenpanzers durch eine Bewegung der Extremitäten unterstützt werden. Deshalb bewegen sich bei genauerem Hinsehen beim Atmen die Beine ein wenig.
Schildkröten scheinen mit ihrer Panzerung eine sehr erfolgreiche Überlebensstrategie gefunden zu haben. Seit 250 Millionen Jahren leben sie beinahe unverändert auf unserem Planeten. Die unterschiedlichen Arten haben fast alle Lebensräume von der Hochsee bis zu Wüstengebieten erobert.
Für einen gesunden, harten Schildkrötenpanzer sollte der Schildkröte immer Sepiaschale zur Verfügung stehen. In Verbindung mit einer entsprechenden UV-Beleuchtung sorgt der Sepiaschulp für einen gesunden Panzerbau.
Pflege, Panzerpflege
Ein Schildkrötenpanzer benötigt keine Pflege. Panzerpflegemittel bzw. Panzerglanz sind nur fürs menschliche Auge und verstopfen die Poren. Gleiches gilt für eincremen mit Vaseline, einölen mit Speiseöl oder ähnlichem.
Mediterrane Kräuter und Lavendel im Freigehege sorgen für einen natürlichen Glanz wenn die Schildkröten mit ihren Panzern unter den Pflanzen hindurchkriechen.
Höckerbildung
Höcker entstehen bei zu schnellem Wachstum, zu trockener Haltung, fehlender Winterruhe und falscher Fütterung. Einmal vorhandene Höcker sind nicht mehr wieder glatt zu bekommen.
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Charakteristische Merkmale von Landschildkröten
Schildkröten zählen zu den wechselwarmen (poikilothermen) Tieren, d.h. sie können ihre Körpertemperatur nicht selber regeln wie Säugetiere, sondern diese passt sich der Körpertemperatur an.
Sie atmen über Lungen, haben eine trockene Schuppenhaut und wachsen ihr ganzes Leben lang. Wenn auch alte Tiere um einiges langsamer als jüngere. Alle Schildkröten sind von Schlupf an völlig auf sich allein gestellt.
Hören
Schildkröten können nur sehr schlecht hören, da die “Ohren” unter der Haut liegen. Das Hören beschränkt sich auf dumpfe Töne.

Sehen
Schildkröten sind weitsichtig, um Futter auch in etwas größerer Entfernung wahrnehmen zu können. Aus der Nähe riechen Sie ihr Futter hauptsächlich und sehen es nicht mehr scharf. Schildkröten können zudem ultraviolette Strahlung wahrnehmen.
Augen der Schildkröte
Riechen
Der Geruchssinn von Schildkröten ist stark ausgeprägt. Sie erkennen damit geeignete Nahrung. Auch Paarungspartner werden am Geruch erkannt.
Haut
Die Haut besteht aus einer Lederhaut, die die Schildkröte vor Austrocknung und vor Verletzungen schützt.
Haut bzw Schuppen einer Schildkröte
Das Merkmal von Schildkröten: Der Schildkrötenpanzer



